Korrigan Cat
📌 Steckbrief
Art: Mythologische Quellen- und Hügelkatze
Herkunft: Bretagne (keltische Volksüberlieferungen rund um Korrigan-Wesen)
Merkmale: Schlanke leichte Statur, mittellanges Fell in moosgrünen, graubraunen und nebelhellen Tönen, helle bernsteinfarbene Augen, feine Schnauzenzeichnung
Symbolik: Verborgene Orte, leise Verführung durch Landschaft, Wahrnehmung alter Schwellen
Besonderheit: Galt als stiller Begleiter keltischer Quellenplätze und wurde mit Hügelpfaden, Steinkreisen und feuchten Waldlichtungen verbunden
🐾 Kurzbeschreibung
Die Korrigan Cat ist eine mythologisch überlieferte Grenzkatze aus bretonischen Volksvorstellungen, deren Erscheinung mit Hügelquellen, moosigen Pfaden und stillen Übergangsräumen zwischen Wald und Offenland verbunden wurde. In regionalen Deutungen tritt sie nicht als laute Gestalt auf, sondern als ruhige Präsenz an Orten, an denen Wasser leise aus dem Boden tritt und alte Wege im Gras verschwinden. Ihr gedämpft schimmerndes Fell galt als Spiegel feuchter Steine und schattiger Vegetation, während die hellen Augen mit einer besonderen Sensibilität für atmosphärische Veränderungen in Verbindung gebracht wurden. Überlieferungen berichten von ihrem Verweilen nahe Quellrändern, niedrigen Steinsetzungen oder sanften Hanglinien, wo sie aufmerksam die Umgebung registrierte. Die Korrigan Cat wurde nicht als Verführerin verstanden, sondern als stiller Hinweis auf verborgene Landschaftsschichten. Man schrieb ihr die Fähigkeit zu, Spannungen zwischen Sichtbarem und Verdecktem wahrzunehmen, weshalb ihre Nähe als Zeichen sensibler Übergänge galt. In lokalen Vorstellungen stand sie für Achtsamkeit und das leise Lesen alter Geländeformen. Ihr Wesen wurde als gesammelt, eigenständig und ruhig beschrieben. Bewegungen galten als weich und kontrolliert, als folge jeder Richtungswechsel einem inneren Maß von Distanz und Aufmerksamkeit. In Darstellungen erscheint sie häufig nahe Quellmulden, zwischen Farnen oder an sanften Böschungen. Ihre mythologische Rolle liegt im Begleiten feuchter Schwellenräume, im Bewahren innerer Klarheit in nebelreichen Landschaften und im stillen Wahrnehmen kleiner Veränderungen zwischen Erde, Wasser und Wind.