Kasha Cat
📌 Steckbrief
Art: Mythologische Feuer- und Übergangskatze
Herkunft: Japan (Yōkai-Überlieferungen zur Kasha)
Merkmale: Schlanke sehnige Statur, kurzes bis mittellanges Fell in dunklen Asche- und Rauchbrauntönen, glühend bernsteinfarbene Augen, scharfe Gesichtskonturen
Symbolik: Vergänglichkeit, Grenzgänge zwischen Leben und Tod, stille Wachsamkeit
Besonderheit: Galt als Begleiter von Kremationsorten und nächtlichen Übergangswegen und wurde mit Tempelhöfen, Rauchspuren und abgelegenen Bestattungsplätzen verbunden
🐾 Kurzbeschreibung
Die Kasha Cat ist eine mythologisch überlieferte Übergangskatze aus japanischen Yōkai-Vorstellungen, deren Erscheinung mit Kremationsstätten, stillen Tempelwegen und nächtlichen Schwellenräumen verbunden wurde. In regionalen Deutungen tritt sie nicht als reißerische Gestalt auf, sondern als ruhige Präsenz an Orten, an denen Abschied und Stille ineinander übergehen. Ihr rauchfarbenes Fell galt als Spiegel erkalteter Asche und gedämpften Feuerscheins, während die bernsteinfarbenen Augen mit einer besonderen Sensibilität für atmosphärische Veränderungen in Verbindung gebracht wurden. Überlieferungen berichten von ihrem Verweilen nahe Steinplatten, niedrigen Mauern oder abgelegenen Hofbereichen, wo sie aufmerksam die Umgebung registrierte. Die Kasha Cat wurde nicht als Räuberin verstanden, sondern als stiller Marker von Übergängen. Man schrieb ihr die Fähigkeit zu, Spannungen zwischen Ende und Fortbestehen wahrzunehmen, weshalb ihre Nähe als Zeichen ruhiger Schwellen galt. In lokalen Vorstellungen stand sie für das bewusste Wahrnehmen von Vergänglichkeit und für Zurückhaltung gegenüber dramatischen Gesten. Ihr Wesen wurde als gesammelt, eigenständig und wach beschrieben. Bewegungen galten als weich und kontrolliert, als folge jeder Richtungswechsel einem inneren Maß von Distanz und Aufmerksamkeit. In Darstellungen erscheint sie häufig nahe Rauchspuren, an Tempelrändern oder entlang stiller Nachtpfade. Ihre mythologische Rolle liegt im Begleiten leiser Abschiedsorte, im Bewahren innerer Klarheit in sensiblen Räumen und im stillen Wahrnehmen zeitlicher Übergänge zwischen Bestehen und Auflösung.