Caith Sith
Cat Sìth – Die geisterhafte Katze aus den Highlands
Einleitung
Der Cat Sìth – in manchen Überlieferungen auch Cait Sìth genannt – ist eine unheimliche Gestalt aus der schottischen und irischen Folklore. Beschrieben wird er als große, pechschwarze Katze mit einem weißen Fleck auf der Brust, die in den Highlands umherstreift. Die Menschen sahen in ihm wahlweise eine Fee, einen Dämon oder eine verwandelte Hexe. Bis heute fasziniert er, weil er die geheimnisvolle Seite der Katze in Reinform verkörpert.
Erscheinung und Eigenschaften
Der Cat Sìth soll deutlich größer sein als jede Hauskatze – so groß wie ein Hund, laut manchen Legenden sogar noch größer. Lautlos bewegt er sich durch die Nacht, vor allem über Moore, Friedhöfe und alte keltische Hügelgräber.
Sein Blick galt als durchdringend, seine Erscheinung als Vorbote von Unheil. Manche Geschichten berichten, dass es sich bei ihm um eine Hexe handelt, die sich zu oft in eine Katze verwandelte und schließlich für immer in dieser Gestalt gefangen blieb.
Erscheinung und Eigenschaften
Der Cat Sìth soll deutlich größer sein als jede Hauskatze – so groß wie ein Hund, laut manchen Legenden sogar noch größer. Lautlos bewegt er sich durch die Nacht, vor allem über Moore, Friedhöfe und alte keltische Hügelgräber. Sein Blick galt als durchdringend, seine Erscheinung als Vorbote von Unheil. Manche Geschichten berichten, dass es sich bei ihm um eine Hexe handelt, die sich zu oft in eine Katze verwandelte und schließlich für immer in dieser Gestalt gefangen blieb.
Magische Fähigkeiten und Seelenraub
Besonders gefürchtet war der Cat Sìth wegen seiner Verbindung zum Tod. Man glaubte, dass er die Seelen Verstorbener rauben könne, wenn diese unbewacht dalagen. Um das zu verhindern, hielten die Menschen in Schottland sogenannte „Lying-out-Wakes“ ab – Totenwachen, bei denen der Körper bis zur Beerdigung Tag und Nacht bewacht wurde.
Währenddessen wurde oft auch Musik gespielt oder Geschichten erzählt, um die dunkle Katze fernzuhalten. Gleichzeitig hieß es, dass der Cat Sìth mit Opfergaben besänftigt werden konnte, besonders mit Schalen Milch.
Bräuche zu Samhain
Zum keltischen Fest Samhain, dem Vorläufer von Halloween, hieß es, der Cat Sìth streife durch die Dörfer. Wer ihm eine Schale Milch vors Haus stellte, erhielt seinen Segen und konnte auf Glück im kommenden Jahr hoffen. Wer jedoch geizig war oder die Geste vergaß, musste mit Unglück oder sogar mit verfluchtem Vieh rechnen. Dieser Brauch zeigt, wie eng Volksglaube, Aberglaube und der Jahreszyklus miteinander verbunden waren.
Legenden und Märchen
In manchen Geschichten ist der Cat Sìth der „König der Katzen“. Wer unbedacht eine Katze beleidigte oder schlecht über sie sprach, zog den Zorn des Cat Sìth und seines Gefolges auf sich. Andere Legenden berichten, dass er Feenhügel bewache – geheime Orte, die als Übergänge zwischen der Welt der Menschen und der Anderswelt galten. So wurde er zu einem Wächter zwischen den Welten, ein Grenzgänger, der Glück bringen oder Unheil säen konnte.
Mögliche Ursprünge
Forscher vermuten, dass der Glaube an den Cat Sìth auch mit realen Sichtungen erklärt werden könnte. In Schottland lebte bis ins 18. Jahrhundert die Kellas-Katze, eine ungewöhnliche Kreuzung aus Wildkatze und Hauskatze. Diese Tiere waren groß, schwarz und selten – ein idealer Nährboden für Legenden. Auch keltische Feengeschichten dürften den Mythos beeinflusst haben.
Kultureller Nachhall
Der Cat Sìth hat sich bis in die Gegenwart gehalten. Er taucht in Fantasy-Literatur, Rollenspielen und Videospielen auf – von „Harry Potter“ bis „Final Fantasy“. Mal erscheint er als bedrohliche Figur, mal als geheimnisvoller Helfer. Damit bleibt er ein Symbol für die Doppelgesichtigkeit der Katze: verehrt und gefürchtet zugleich.
Fazit
Der Cat Sìth ist mehr als nur eine Sagengestalt – er bündelt uralte Vorstellungen von Tod, Übergängen und dem Unheimlichen. Als Seelenräuber, Feenkatze und Wächter ist er bis heute ein Sinnbild dafür, wie nah Magie und Aberglaube an der Katze lagen.
