Kurzhaarrassen
Kurzhaarrassen – Klassisch, charakterstark und nah am Ursprung
Nicht jede Katze braucht ein wallendes Fell, um Eindruck zu machen.
Die Welt der Kurzhaarkatzen ist vielleicht nicht so plüschig wie die der Langhaartypen – aber sie ist nicht weniger faszinierend. Diese Katzen sind ursprünglich, unkompliziert, und oft näher an der Natur als viele denken. Sie kommen in allen Farben, Körperformen und Charakteren daher – von gemütlich bis energiegeladen.
Wer eine Katze sucht, die pflegeleicht, robust und vielseitig ist, findet hier eine ganze Galerie echter Originale.
Die Europäisch Kurzhaar – bodenständig und unterschätzt
Die Europäisch Kurzhaar (oft EHK genannt) ist in gewisser Weise die Katze, die man schon immer kannte – und trotzdem nie ganz kannte.
Sie stammt direkt von der europäischen Hauskatze ab, ohne exotische Einkreuzungen oder künstliche Überzüchtung.
Trotzdem ist sie eine anerkannte Rasse – mit kräftigem Körper, kurzem, dichtem Fell und einem breiten Farbspektrum. Sie kann getigert, schwarz, weiß, gescheckt, rot, schildpatt oder irgendetwas dazwischen sein.
Ihr Charakter? Vielfältig. Manche sind verschmust, andere unabhängig, viele irgendwo dazwischen. Wer sie aus einem Wurf wählt, merkt schnell: Jede ist ein Einzelcharakter.
Die Britisch Kurzhaar – der Teddybär unter den Katzen
Sie ist rund, plüschig, gelassen – die Britisch Kurzhaar („BKH“) ist einer der Lieblinge unter den Katzenrassen.
Mit ihrem dichten, fast wattigen Fell, dem kräftigen Körperbau und dem berühmten „Grinsegesicht“ hat sie längst Herzen auf der ganzen Welt erobert.
Die bekannteste Farbe ist British Blue – ein samtiges Grau mit bernsteinfarbenen Augen.
Doch es gibt sie in fast jeder Farbe: Schwarz, Weiß, Chocolate, Lilac, Creme, Tabby, Colorpoint und mehr.
Ihr Wesen ist ruhig, freundlich, souverän – eine Katze, die weiß, was sie will, aber keinen Lärm darum macht. Ideal für Menschen, die eine gemütliche, unaufdringliche Gefährtin suchen.
Die American Shorthair – aus der Pionierzeit
Diese Rasse wurde mit den ersten europäischen Siedlern nach Amerika gebracht – ursprünglich als Arbeitskatze, die Vorräte vor Mäusen und Ratten schützen sollte.
Daraus entwickelte sich die American Shorthair: robust, mittelgroß, mit kurzem, pflegeleichtem Fell.
Ihr bekanntestes Erscheinungsbild ist „Silver Tabby“ – silbernes Fell mit schwarzen Streifen.
Sie ist freundlich, ruhig, familienfreundlich und lässt sich durch nichts so leicht aus der Ruhe bringen.
Eine Katze, die weiß, wo sie herkommt – und ihren Menschen trotzdem jeden Tag aufs Neue überrascht.
Die Chartreux – Frankreichs stumme Schönheit
Die Chartreux ist eine alte französische Rasse mit kurzem, dichtem Fell in einem ganz besonderen Grauton – ein wenig wie ein verregneter Morgenhimmel.
Ihre kupferfarbenen Augen leuchten umso mehr aus diesem weichen Rahmen heraus.
Sie ist mittelgroß, kräftig, aber elegant – und vor allem: still.
Die Chartreux miaut selten. Stattdessen kommuniziert sie mit Blicken, Gesten und ihrer ruhigen, präsenten Art. Sie ist ausgeglichen, anhänglich, oft humorvoll – aber ohne aufdringlich zu sein.
Eine Katze für Menschen, die das Leise schätzen.
Die Russisch Blau – Eleganz mit Esprit
Wer die Russisch Blau einmal gesehen hat, vergisst sie nicht:
Ein schlanker Körper, kurzes silbergraues Fell mit silbrigem Glanz, smaragdgrüne Augen – diese Katze wirkt fast königlich.
Ursprünglich stammt sie wohl aus dem Gebiet um Archangelsk in Russland, wurde aber vor allem in England und später weltweit weitergezüchtet.
Im Wesen ist sie oft zurückhaltend, sanft, sehr sensibel. Sie liebt ruhige Menschen, klare Routinen, stille Rückzugsorte – ist aber gleichzeitig verspielt, loyal und äußerst intelligent.
Die Burmese – warmherzig und menschenbezogen
Die Burmese ist eine Katze mit warmer Seele. Ihr Fell ist kurz, glänzend, liegt eng an – und hat oft eine besondere Farbwirkung, bei der das Haar an den Spitzen dunkler erscheint.
Sie stammt ursprünglich aus Burma (heute Myanmar), wurde aber vor allem in den USA weiterentwickelt.
Die europäische Variante unterscheidet sich leicht in Körperform und Farbe, doch beide Linien teilen denselben Wesenskern:
anhänglich, lebhaft, menschenverliebt.
Sie redet gern, folgt ihren Menschen durch die Wohnung und kann sehr charmant um Aufmerksamkeit bitten. Eine Katze, die nicht „einfach mitläuft“, sondern mitten im Leben steht.
Und warum liebt man Kurzhaarkatzen?
Sie sind unkompliziert, pflegeleicht und trotzdem voller Ausdruck.
Ob gemütlich wie die BKH, stolz wie die Russisch Blau oder quirlig wie die Burmese – Kurzhaarkatzen haben Persönlichkeit, aber lassen sich nicht vereinnahmen.
Sie sind wie gute Freunde: ehrlich, stabil, eigenständig – und immer wieder überraschend.