Wichtige Heilpflanzen und Kräuter für Katzen


Wichtige Kräuter und Heilpflanzen für Katzen

In der heutigen Katzenhaltung werden verschiedene Pflanzen im Zusammenhang mit Katzen erwähnt. Dabei muss klar unterschieden werden, wie eine Pflanze verwendet wird. Einige Pflanzen dienen hauptsächlich der Beschäftigung oder wirken über ihren Duft. Andere werden traditionell zur Unterstützung bestimmter Körperfunktionen genannt. Wieder andere werden äußerlich zur Pflege kleiner Hautprobleme eingesetzt.

Im Zusammenhang mit Katzen werden daher meist drei Gruppen unterschieden: Pflanzen zur Verhaltensstimulation, Pflanzen zur Unterstützung von Verdauung und Stoffwechsel sowie Pflanzen zur äußeren Anwendung.


Pflanzen zur Verhaltensstimulation und Beschäftigung

Diese Pflanzen wirken in erster Linie über ihren Geruchssinn. Sie regen das Spielverhalten an oder können bei manchen Katzen entspannend wirken.

Die bekannteste Pflanze ist die echte Katzenminze (Nepeta cataria). Der enthaltene Duftstoff Nepetalacton löst bei vielen Katzen ein typisches Verhalten aus. Die Tiere reiben sich an der Pflanze, rollen sich auf dem Boden oder zeigen ein sehr verspieltes Verhalten.

Auch Baldrian (Valeriana officinalis) wirkt stark auf Katzen. Während Baldrian beim Menschen eher beruhigend wirkt, reagieren viele Katzen auf den Geruch der getrockneten Wurzel sehr intensiv. Deshalb wird Baldrian häufig in Katzenspielzeugen oder sogenannten Duftkissen verwendet.

Eine weitere bekannte Pflanze ist Matatabi oder Silver Vine (Actinidia polygama). Diese Pflanze stammt aus Asien und enthält Duftstoffe, die bei vielen Katzen ebenfalls eine starke Reaktion auslösen. Manche Katzen reagieren sogar stärker auf Matatabi als auf Katzenminze.

Auch Katzengamander (Teucrium marum) gehört zu den Pflanzen, die Katzen stark anziehen. Er wird manchmal auch als Katzen-Thymian bezeichnet, gehört botanisch jedoch zu einer anderen Pflanzengruppe.

Zitronenmelisse (Melissa officinalis) wird von vielen Katzen gut akzeptiert. Ihr Duft wirkt meist milder als Katzenminze oder Baldrian und wird daher manchmal als beruhigend beschrieben.

Auch Lavendel (Lavandula angustifolia) wird gelegentlich im Zusammenhang mit Katzen erwähnt. Manche Tiere reagieren auf den Duft der Pflanze entspannter. Andere Katzen zeigen jedoch kaum Interesse daran.


Pflanzen zur Unterstützung von Verdauung und Stoffwechsel

Einige Pflanzen werden traditionell im Zusammenhang mit Verdauung oder Stoffwechsel erwähnt. Sie sollen bestimmte Körperfunktionen unterstützen.

Das bekannteste Beispiel ist Katzengras, das häufig aus Weizen- oder Hafergras besteht. Es dient vor allem dazu, Haarballen aus dem Magen zu entfernen. Die Halme reizen die Magenschleimhaut und erleichtern dadurch das Erbrechen verschluckter Haare.

Flohsamenschalen (Plantago ovata) werden gelegentlich zur Unterstützung der Verdauung genannt. Sie binden Flüssigkeit und können das Kotvolumen verändern.

Die Rotulmenrinde (Slippery Elm Bark) bildet in Wasser eine schleimige Masse. Diese kann die Schleimhäute von Magen und Darm überziehen und wird deshalb manchmal bei Magenreizungen erwähnt.

Auch Eibischwurzel (Althaea officinalis) enthält viele pflanzliche Schleimstoffe. Diese können reizlindernd auf Schleimhäute wirken.

Ähnlich verhält es sich mit der Malve (Malva sylvestris), deren Inhaltsstoffe ebenfalls schleimhautschützend wirken können.

Der Löwenzahn (Taraxacum officinale) wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung und des Stoffwechsels genannt. Seine Bitterstoffe können den Appetit anregen.

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist reich an Mineralstoffen. In der Pflanzenheilkunde wird sie häufig im Zusammenhang mit Haut- und Stoffwechselprozessen erwähnt.

Auch einige Küchenkräuter werden gelegentlich genannt. Dazu gehören Dill (Anethum graveolens) und Fenchel (Foeniculum vulgare), die traditionell mit der Unterstützung der Verdauung in Verbindung gebracht werden.


Pflanzen zur Unterstützung bestimmter Organe

Einige Heilpflanzen werden in der Naturheilkunde mit bestimmten Organfunktionen in Verbindung gebracht. Diese Pflanzen greifen stärker in den Stoffwechsel ein und werden deshalb besonders vorsichtig eingesetzt.

Die Mariendistel (Silybum marianum) wird vor allem mit der Unterstützung der Leberfunktion in Verbindung gebracht. Der enthaltene Wirkstoffkomplex Silymarin wird in der Pflanzenheilkunde häufig erwähnt.

Weißdorn (Crataegus) wird traditionell mit der Unterstützung der Herzfunktion verbunden. In der Pflanzenheilkunde wird er vor allem bei älteren Tieren erwähnt.

Auch Goldrute (Solidago virgaurea) wird gelegentlich genannt. Sie wird traditionell mit der Unterstützung der Nierenfunktion in Verbindung gebracht.

Weitere Pflanzen, die in der Naturheilkunde erwähnt werden, sind Echinacea (Sonnenhut) zur Unterstützung des Immunsystems sowie Mistel (Viscum album), die in bestimmten Bereichen der komplementären Medizin diskutiert wird.

Auch Pflanzen wie Katzenkralle (Uncaria tomentosa) oder Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) werden gelegentlich im Zusammenhang mit der allgemeinen Widerstandskraft des Körpers genannt.


Pflanzen zur äußeren Anwendung

Einige Pflanzen werden traditionell zur äußeren Pflege verwendet. Sie kommen beispielsweise als Teeaufguss, Umschlag oder Salbe zum Einsatz.

Die Ringelblume (Calendula officinalis) wird häufig zur Unterstützung der Wundheilung erwähnt. Sie wird traditionell bei kleineren Hautverletzungen verwendet.

Auch Kamille (Matricaria chamomilla) wird wegen ihrer beruhigenden Eigenschaften auf entzündeter Haut genannt. Sie sollte jedoch nicht im Augenbereich angewendet werden.

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) wird traditionell mit blutstillenden Eigenschaften verbunden.

Spitzwegerich (Plantago lanceolata) wird häufig bei Hautreizungen oder Insektenstichen erwähnt.

Auch Gänseblümchen (Bellis perennis) und die Große Klette (Arctium lappa) werden in der traditionellen Pflanzenheilkunde mit Hautpflege und Stoffwechselprozessen in Verbindung gebracht.

Die Hagebutte (Rosa canina) wird vor allem wegen ihres Gehalts an Vitamin C genannt und wird gelegentlich im Zusammenhang mit Gelenkfunktionen erwähnt.