Zusatzstoffe – was hinter diesen Angaben steckt
Zusatzstoffe – was hinter diesen Angaben steckt
Neben der Zusammensetzung und den analytischen Bestandteilen findet sich auf vielen Katzenfutter-Verpackungen noch eine weitere Rubrik: die Zusatzstoffe. Diese Angaben wirken auf den ersten Blick oft etwas technisch, gehören aber zu den gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über ein Futtermittel.
Zusatzstoffe sind Stoffe, die einem Futter gezielt zugesetzt werden. Sie können Nährstoffe liefern, die Haltbarkeit verbessern oder dafür sorgen, dass ein Futter gleichmäßig aussieht und riecht.
Grundsätzlich unterscheidet man mehrere Gruppen von Zusatzstoffen.
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe
Diese Zusatzstoffe liefern Nährstoffe, die für den Körper der Katze wichtig sind. Dazu gehören vor allem Vitamine, Spurenelemente und bestimmte Aminosäuren.
Typische Beispiele sind:
Vitamin A – wichtig für Sehkraft, Haut und Immunsystem
Vitamin D3 – unterstützt den Calcium- und Knochenstoffwechsel
Vitamin E – wirkt als Antioxidans und schützt Körperzellen
Taurin – lebenswichtige Aminosäure für Katzen, wichtig für Herzfunktion und Augen
Zink – wichtig für Haut, Fell und Immunsystem
Eisen – notwendig für die Bildung roter Blutkörperchen
Kupfer – beteiligt an verschiedenen Stoffwechselprozessen
Diese Stoffe werden oft zugesetzt, weil sie bei der Herstellung oder Lagerung teilweise verloren gehen können oder weil der Bedarf der Katze gezielt gedeckt werden soll.
Technologische Zusatzstoffe
Technologische Zusatzstoffe erfüllen vor allem eine technische Funktion im Futter. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass ein Futter länger haltbar bleibt oder dass bestimmte Bestandteile stabil bleiben.
Typische Beispiele sind:
Antioxidantien – schützen Fette im Futter vor dem Ranzigwerden
Konservierungsstoffe – verlängern die Haltbarkeit eines Futters
Emulgatoren – helfen dabei, Fett und Wasser zu einer stabilen Mischung zu verbinden
Verdickungsmittel – sorgen bei Nassfutter für eine bestimmte Konsistenz oder Sauce
Gerade Antioxidantien sind in vielen Futtern enthalten, weil Fette bei Kontakt mit Sauerstoff schnell verderben können.
Sensorische Zusatzstoffe
Sensorische Zusatzstoffe beeinflussen vor allem Geruch, Geschmack oder Aussehen eines Futters.
Typische Beispiele sind:
Aromastoffe – verbessern Geruch und Geschmack
Farbstoffe – sorgen für eine gleichmäßige Farbe im Futter
Diese Stoffe werden eingesetzt, um ein Futter für Katzen attraktiver zu machen oder um ein gleichmäßiges Aussehen zu erreichen.
Viele Katzenhalter reagieren auf das Wort Zusatzstoffe zunächst skeptisch. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass ihre Verwendung in der Futtermittelproduktion streng geregelt ist. Nur zugelassene Zusatzstoffe dürfen eingesetzt werden, und ihre Verwendung unterliegt klaren gesetzlichen Vorgaben.
Ein Blick auf diese Angaben kann trotzdem hilfreich sein, um besser zu verstehen, welche zusätzlichen Nährstoffe oder technischen Hilfsstoffe in einem Futter enthalten sind.