Nassfutter vs. Trockenfutter
Warum Nassfutter und Trockenfutter schwer direkt vergleichbar sind
Viele Katzenhalter vergleichen Futtersorten einfach über die Prozentzahlen auf der Verpackung. Dabei fällt schnell auf, dass Trockenfutter oft viel höhere Werte bei Protein oder Fett hat als Nassfutter.
Ein Beispiel:
Nassfutter
Protein: 10 %
Trockenfutter
Protein: 30 %
Auf den ersten Blick wirkt es so, als wäre Trockenfutter deutlich eiweißreicher. Der Grund für diesen Unterschied liegt aber fast immer am Wassergehalt.
Nassfutter besteht zum größten Teil aus Wasser. Bei vielen Sorten liegt der Wasseranteil etwa zwischen 70 und 80 Prozent. Trockenfutter enthält dagegen meist nur etwa 6 bis 10 Prozent Wasser.
Das bedeutet: Ein großer Teil des Nassfutters besteht einfach aus Flüssigkeit. Die Nährstoffe sind dadurch stärker „verdünnt“. Beim Trockenfutter fehlt dieses Wasser fast vollständig, deshalb wirken die Nährstoffwerte deutlich höher.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen: Nassfutter ist eher wie eine Suppe, während Trockenfutter eher wie ein trockener Keks ist. In einer Suppe wirken die Zutaten immer weniger konzentriert, weil so viel Flüssigkeit enthalten ist.
Deshalb lassen sich Nassfutter und Trockenfutter über die Prozentzahlen auf der Verpackung nur schwer vergleichen.
Der sogenannte Trockensubstanz-Vergleich
Wenn man Futtersorten wirklich vergleichen möchte, müsste man das Wasser herausrechnen und nur den festen Teil des Futters betrachten. Genau das nennt man Trockensubstanz.
Dabei wird also nur der Teil des Futters betrachtet, der nicht aus Wasser besteht. Auf diese Weise lassen sich Protein- oder Fettwerte realistischer vergleichen.
Für Katzenhalter reicht aber meist eine einfache Regel:
Die Prozentwerte auf Nassfutter wirken immer niedriger, weil das Futter sehr viel Wasser enthält. Trockenfutter enthält dagegen kaum Wasser und wirkt deshalb auf der Verpackung stärker konzentriert.
Wenn man das berücksichtigt, lassen sich Futtersorten schon deutlich besser einordnen.
Ein einfaches Beispiel
Stellen wir uns zwei Futtersorten vor.
Nassfutter
Protein: 10 %
Wasser: 75 %
Trockenfutter
Protein: 30 %
Wasser: 8 %
Auf den ersten Blick wirkt es so, als hätte das Trockenfutter viel mehr Eiweiß. Der Unterschied liegt aber hauptsächlich daran, dass im Nassfutter sehr viel Wasser enthalten ist.
Wenn man das Wasser herausrechnet und nur den festen Teil betrachtet, sieht der Vergleich plötzlich anders aus. Dann kann es sogar sein, dass Nassfutter ähnlich viel oder manchmal sogar mehr Eiweiß enthält als das Trockenfutter.
Darum sind die Prozentwerte auf der Verpackung nur bedingt vergleichbar. Der Wassergehalt spielt dabei eine große Rolle.
Für Katzenhalter reicht deshalb oft eine einfache Faustregel: Nassfutter wirkt wegen seines hohen Wasseranteils auf der Verpackung immer „schwächer“, obwohl die tatsächliche Nährstoffmenge im festen Anteil durchaus vergleichbar sein kann.
Viele Diskussionen über Nass- und Trockenfutter entstehen, weil die Prozentwerte auf der Verpackung sehr unterschiedlich aussehen. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden Futterarten ist jedoch der Wassergehalt. Nassfutter enthält sehr viel Feuchtigkeit, während Trockenfutter deutlich konzentrierter ist. Deshalb wirken die Nährstoffwerte auf der Verpackung beim Nassfutter oft niedriger, obwohl der tatsächliche Nährstoffanteil im festen Teil des Futters durchaus ähnlich sein kann.